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„Yoga Boom“ – Nur eine Modeerscheinung?

„Ich atme ein. Und komme zur Ruhe. Ich atme aus. Und lächle. Heimgekehrt in das jetzt wird dieser Moment ein Wunder.“
Thích Nhât Hanh

Warum finden sich immer mehr Menschen auf einer Yogamatte? Zum Einen: „Schmerzen hier und Schmerzen da?“ Zum Anderen: „Alle machen es, mal sehen was dahinter steckt!?“.

In unzähligen Büchern ist es beschrieben. Therapiepraxen, Fitnessstudios, Medien, Social Networks wie Instagram und Co. und unzählige Blogger bieten es an. Alle folgen dem neusten Hype um die über 1000 Jahre alte Yogalehre. Nun nach so vielen Jahrzehnten hat es auch endlich die westlichen Massen erreicht. Und es hat sich zu Recht zu einem Volkssport entwickelt! Unzählige internationale Studien belegen es!

Was bedeutet eigentlich Yoga?

(yoga; von yuga ,Joch‘, yuj für: , anjochen, zusammenbinden, anspannen, anschirren‘)

Yoga kann als  „Vereinigung“ oder „Integration“, auch im Sinne von „Anschirren“ und „Anspannen“ des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration bzw. zum EINSWERDEN mit dem Bewusstsein verstanden werden.

 Was macht Yoga mit uns?

Zum Beispiel

  • lässt es unsere Zellen langsamer altern,
  • senkt die Anfälligkeit für Krankheiten,
  • senkt die Entzündungsstoffe und verändert den genetischen Code,
  • hält das Gehirn jung (Demenz und Alzheimer),
  • hilft bei Atemwegserkrankungen (COPD, Asthma),
  • ist gut für das Herz,
  • lindert chronische Rückenschmerzen,
  • hilft bei jeglichen anderen chronischen Schmerzen,
  • hebt die Stimmung und verringert Angst und Stress,
  • hilft bei der Entwicklung der sozialen und emotionalen Intelligenz,
  • lindert psychische Leiden,
  • ist präventiv,
  • entlastet unser Gesundheitssystem,
  • etc.

 Fakt ist: Yoga ist in Mode, aber mit Sicherheit keine Erscheinung. Es ist gesund, international und multikulturell. Ein Selbststudium und eine achtsame Reise zum Zentrum unserer körperlichen und seelischen Gesundheit.

Welch Yogaformen gibt es?

Die zahlreichen Yogaformen wie sie heute in Europa geboten werden, beruhen auf einer sehr modernen und an den Westen angepassten Form. Diese reichen von sanfter Entspannung bis hin zum Power-Workout, angepasst an die westliche Psychologie, das physische Training und die westliche Idee. Umfassen Körper (Asanas), Atem (Pranajama) und Meditationsübungen. Die 3000 Jahre alte indische Tradition enthält viel komplexere Lehren und Praktiken.
Ein paar Klassiker:

  • Hatha Yoga:

Mit Hatha Yoga verbinden wir Sonnengruß und Co. Körperliche Übungen an denen wir Yoga erkennen. Ebenso wichtig sind, im traditionellen Hatha Yoga, die Ernährung, Tiefenentspannung und Meditation. Sonne (ha) und Mond (tha), Hitze und Kühle, Kraft und Stille werden miteinander vereint.

  •  Yin Yoga:

Das gegensätzliche männliche Yang bleibt hier aussen vor, denn es geht um Yin, welches für Weiblichkeit und Ruhe steht. Die Übungen werden sehr lang und langsam, liegend oder sitzend ausgeführt.

  •  Kundalini Yoga:

Der Fokus liegt hier im Becken und Rückenbereich mit dem Ziel die Kraftquelle (Kundalini), die in einem steckt über das 7.Chakra hervorzuholen.

  •  Yoga Nidra:

Hier geht es mit einer einzigen Übung (Nyasa) darum, bestimmte Körperbereiche meditativ zu spüren und im Zustand der bewussten Wahrnehmung voll aufzugehen „Bewusster Schlaf“.

  •  Ashtanga Yoga:

Ein intensiver dynamischer Ablauf von vielen kraftvollen Übungen.

  •  Power Yoga:

Dieser von Bryan Kest entwickelte moderne Yogastil hat vorwiegend Ashtanga Yoga als Grundlage.

  •  Vinyasa Yoga:

Ein- und Ausatmung kontrollieren und lenken die Bewegung, daher gehen die Posen nahtlos ineinander über (z.B. Sonnengruß).

  •  Bikram Yoga:

Bikram Choudhury ist der Begründer dieses Stils, wo bei einer Raumtemperatur von 40 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit immer die gleiche Abfolge von 26 Asanas durchgeführt wird.

  •  Aerial Yoga:

In einem von der Decke hängenden Tuch werden Asanas aus dem Hatha Yoga ausgeführt. Eine für Muskulatur und Balance sehr anspruchsvolle Variante.

  •  Hormonyoga:

Elemente aus dem Hatha Yoga werden so abgewandelt, dass Hormondrüsen aktiviert werden. Manche Asanas lenken die Energie Richtung Schilddrüse, andere regen die Hormonproduktion in den Eierstöcken an.

  •  Yogilates:

Wie der Name schon sagt, eine harmonische Kombination von Yoga und Pilates.

 Und zu guter Letzt natürlich:

  • Spiraldynamik Yoga

 Spiraldynamik ist ein Konzept für anatomisch richtiges Bewegen. In Verbindung mit Yoga schließt Eva Hager-Forstenlechner hier die Lücke zwischen Anatomie, Therapie und Yoga. Durch erhöhte Klarheit und Präzision der Bewegung wird eine mehr therapeutisch orientierte, schmerz- und risikofreiere Ausführung der Asanas ermöglicht.

Wie man sieht, egal für welche der vielen Varianten und Formen wir uns entscheiden. Einen Versuch ist es wert. Es ist Physio- und Psychotherapeutisch relevant, vollständig, gesund, modern, integrativ und ausnahmslos ist für jeden was dabei.

„Friede beginnt damit, dass sich jeder von uns jeden Tag um seinen Körper und seinen Geist kümmert.“

Thích Nhât Hanh

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Valentina Kuzmanovic
Physiotherapeutin

 Quellen:

www.wiki.yoga-vidya.de

www.de.m.wikipedia.org

www.lotuscrafts.eu/blog

www.spiraldynamik-yoga.at