Mit Übungsprogramm Schulter-OP vermeiden

Dieser spannende Artikel stammt aus der Zeitschrift Physiopraxis des Thieme Verlages.

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Er zeigt, dass Risse von Sehnen an der Rotatorenmanschette der Schulter, welche nicht durch einen Unfall entstanden sind, nicht immer operier werden müssen.

„Ein spezifisches Übungsprogramm mit Physiotherapie kann bis zu drei von vier Patienten mit einer atraumatischen Ruptur der Rotatorenmanschette vor einer OP bewahren. Das zeigt eine Studie der MOON-Schultergruppe aus den USA.

Die Autoren schlossen 452 Patienten ein, bei denen mindestens eine Rotatorenmanschettensehne ohne erkennbares Trauma gerissen war und bei denen die Indikation zur OP bestand. Bei 70 % war die Supraspinatussehne betroffen, bei 21 % die Supra- und Infraspinatussehne, die restlichen Probanden hatten verschiedene andere Kombinationen von Rissen.

Alle Patienten absolvierten ein spezielles, evidenzbasiertes Programm: passive Mobilisationen durch einen Physiotherapeuten im Schnitt einmal pro Woche sowie Heimübungen zur Dehnung und Kräftigung. Nach sechs und zwölf Wochen boten die Autoren den Studienteilnehmern drei verschiedene Optionen an, mit denen sie ihren Zustand beschreiben sollten und die das weitere Prozedere beeinflussten:

  • „geheilt“ – keine Therapie mehr notwendig
  • „verbessert“ – Fortsetzung der Therapie mit erneuter Untersuchung nach weiteren sechs Wochen
  • „keine Verbesserung“ – Angebot einer OP

Die Autoren riefen alle Patienten, die nicht operiert wurden, nach einem und zwei Jahren an, um zu fragen, ob sie sich zwischenzeitlich hatten operieren lassen.

Das Ergebnis: Lediglich 25 % der teilnehmenden Patienten entschieden sich für eine OP, die meisten davon in der Zeit zwischen der sechsten und zwölften Studienwoche.

Nach Abschluss der Untersuchung ließen sich nur noch wenige Teilnehmer operieren. Somit bewahrte die physiotherapeutische Intervention drei Viertel der Studienteilnehmer vor einer OP – angesichts der großen Probandengruppe ein bemerkenswertes Ergebnis.”

Ein Auszug aus diesem Übungsprogramm, wird in den nächsten Wochen folgen.

 

Hilfe bei Bandscheibenproblemen

Bandscheiben: Volle Kraft voraus

Spiraldynamik®  Event: 3-D Krafttraining mit Dr. Axel Gottlob

MEDIZIN | Zwei  Tipps zur Vermeidung akuter  Bandscheiben-Vorfälle – für Betroffene und solche, die es nicht werden wollen. Und ein kraftvoller Event für Therapeuten: 3-D Krafttraining mit Axel Gottlob am 14.-15. Juni 2014 in  Zürich…

Gelesen in News Spiraldynamik 6/2014 (http://www.spiraldynamik.com/newsarchiv/medizin_201406_Event_Dr_A_Gottlob.htm)

Typisch! Bandscheibenvorfälle haben stereotyp die gleiche Vorgeschichte: Egal ob Koffer, Kiste oder Kind – es sind immer «Vorbeuge» oder «Hochkommen», welche die Bandscheiben zum Platzen bringen und Schmerzen wie glühendes Eisen ins Bein einschießen lassen. Viele akute Bandscheibenvorfälle lassen sich vermeiden:

Tipp 1 Vorbeuge: Die Faszien sichern die Muskeln
Gefährlich ist die «kleine Vorbeuge», wenn Sie beispielsweise flüchtig ein Buch oder eine Schüssel vom Tisch nehmen. Bei der «kleinen Vorbeuge» beugen Sie sich «nur» zwanzig Grad nach vorne. Und genau hier  wird es für die Bandscheiben gefährlich! Verantwortlich hierfür ist das komplexe Zusammenspiel von Rückenmuskeln und Faszien. Und so funktioniert es im Detail: Beim Vorbeugen sind es zunächst die Muskeln, welche die Last «tragen» müssen. Sind die Rückenmuskeln schwach, verschärft sich das Problem. Irgendwo bei 20-30° Vorbeuge wechselt das Sicherungssystem von «Muskel-Sicherung» auf «Faszien-Sicherung». Jetzt hängen Sie sozusagen «in den Seilen». Die großflächigen Faszien des Rückens übernehmen teilweise die Last indem sie die Wirbelsäule über ihre ganze Länge – ähnlich einer Hängebrücke – verspannen und so die Bandscheiben entlasten. Tipp: Entweder «gerade Stehen» oder «große Vorbeuge» mit geradem Rücken – etwa beim Hieven einer Kiste in den Kofferraum des Autos. Die scheinbar harmlose «kleine Vorbeuge» stellt eine oft unterschätzte Gefahr für die Bandscheiben dar! Viele Menschen spüren diesen kritischen Punkt instinktiv – etwa beim Zähne putzen oder Schuhe binden. Kuzum: «Kleine Vorbeuge» vermeiden!

Tipp 2 Hochkommen: Der Bandscheibenkern ist wie Pudding
Jede Bandscheibe besitzt im Inneren einem dickflüssigen Kern. Dieser verhält sich wie Pudding: Bewegung macht ihn flüssig, ohne Bewegung wird er steif. Wenn Sie lange sitzen oder in der tiefen Hocke im Garten arbeiten, passt sich die Bandscheibe dieser Stellung an und der dickflüssige Kern wird in genau dieser Stellung steif. Wenn Sie jetzt rasch hochkommen, löst dies ein Gefühl massiver Steifigkeit und ggf. von Schmerzen aus, weil der steif gewordene Bandscheibenkern seine Form nicht genügend schnell anpassen kann. Tipp:  Das Zauberwort heißt Mikrobewegung! Immer leicht in Bewegung bleiben. Ein Luftkissen im Sitzen oder kleine Ruckelbewegungen bevor Sie aufstehen und hoch kommen. Eine halbe Minute MikroBewegung ist meist ausreichend um das Innere des Bandscheibenkerns wieder zu verflüssigen.

 

Die Bewegung beginnt mit den Füßen – Die Spiraldynamik stellt sich vor.

Zeigt her Eure Füße!

Zeigt her Eure Füße!

Der menschliche Fuß, ein Wunderwerk von 28 Knöchelchen, ein System von gut abgestimmten, spiralig verschraubten Muskelzügen und Bandstrukturen wird in unserer heutigen schnelllebigen Zeit oft sträflich vernachlässigt und vergessen. Doch was passiert wenn unser Fundament, unsere Basis des Standes und der Fortbewegung nachlässt?

Für viele Menschen um das vierzigste Lebensjahr, wird der Schuhkauf zu einem ungeliebten Marathon. Es wird immer schwieriger passende Schuhe zu finden, denn die Füße beginnen zu schmerzen und die Fußform verändert sich. Aus einem leichten Senkfuß wird ein Platt- und Spreizfuß, die Zehen verformen sich, es entstehen Hammerzehen und andere Fußdeformitäten. Schmerzen an unterschiedlichen Bereichen des Fußes erschweren den Arbeitsalltag und verleiden die oft lieb gewonnenen Freizeitaktivitäten, wie wandern – oder einfach einen Einkaufsbummel unternehmen.

Selbstverständlich sind die Schuhe ein wichtiges Kriterium für eine gesunde Bewegung des Fußes, und modische, spitze Stöckelschuhe verstärken die Problematik.

Im Stöckelschuh können die Füße nicht funktionell belastet werden. Eine spiralige Verschraubung kann nicht stattfinden

Im Stöckelschuh können die Füße nicht funktionell belastet werden. Eine spiralige Verschraubung kann nicht stattfinden.

Oft wird auch durch zu kleine Schuhe die Entstehung eines Hallux valgus unterstützt.

Tipp: Sparen Sie nie beim Schuhkauf, lassen Sie sich ausreichend Zeit und achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe gut sitzen. Sie dürfen nie zu klein ausfallen! Eine leichte Erhöhung der Ferse erleichtert das Abrollen über die Außenkante des Fußes hin zum Großzehenballen. Ein gutes gepolstertes Fußbett wird Ihnen gut tun. 

Die Entwicklung des Fußgewölbes: Durch die Aufrichtung auf zwei Beine hat sich unser Fuß geformt. Das Fersenbein ist  in sich gedreht, damit die Belastung mehr auf die Außenseite verlagert wird, der Mittelfuß beginnt eine spiralige gegenläufige Verschraubung zum Vorfuß. Diese wird  von den keilförmigen Mittelfußknochen unterstützt wird, und somit bekommen wir einen guten stabilen Druck auf den Großzehenballen, das Längsgewölbe ist entstanden. Zum Kleinzehenballen hin haben wir eine gute Spannung in Form eines C-Bogens (Quergewölbe)  entwickelt, der uns den kraftvollen Abdruck ermöglicht.

Durch die gegenläufige Verschraubung entsteht ein Gewölbe.

Durch die gegenläufige Verschraubung entsteht ein Gewölbe.

Nehmen Sie ein Handtuch und rollen Sie es von beiden Seiten gegenläufig ein, als würden Sie es trocken wringen. Sie werden sehen, wie eine stabile Gewölbekonstruktion entsteht.

 

Wenn die Verschraubung fester wird, so entsteht von oben betrachtet ein S-förmiger Bogen. Der große Zehen wird lang und dreht minimal nach innen, die Ferse ebenso. Diese perfekte dreidimensionale Konstruktion garantiert uns eine optimale Belastung. Sie gibt uns Standfestigkeit und ermöglicht eine gute Federung, die wir zum Gehen und Laufen dringend benötigen.

Aus Physiobox Untere Extremität, Mayr 2012. Erhältlich im Physiocircle.

Aus Physiobox Untere Extremität, Mayr 2012. Erhältlich im Physiocircle.

 

Unsere Beinachsen werden gerade, das Becken und der Rumpf richten sich auf und die Gehbewegung wird durch eine weiterlaufende Drehbewegung im Rumpf, die im Armpendl sichtbar wird vollendet. Dies ist der charakteristische Kreuzgang des Menschen.

 

 

Tipp: Testen Sie Ihr Fußgewölbe! Wie sieht Ihr Fußabdruck aus? Hat er eine platte Form, oder ist die charakteristische, menschliche Fuß form zu erkennen?            

Der Fußabdruck zeigt die Fußform.

Der Fußabdruck zeigt die Fußform.

Mit dem physiotherapeutischen Bewegungskonzept der Spiraldynamik können Fußprobleme gut diagnostiziert und therapiert werden. In den physiotherapeutischen Sitzungen lernen Sie Ihre Gewölbestruktur des Fußes wieder aufzubauen. Viele Probleme und Schmerzen verringern sich, wenn Sie mit viel Geduld ein tägliches Trainingsprogramm mit ihren Füßen durchführen.

Tipp: Starten Sie gleich heute mit der täglichen Fußmassage, um Ihren Füßen die Gewölbestrukturen wieder beizubringen!

Aus Physiobox Untere Extremität, Mayr 2012. Erhältlich im Physiocircle.

Aus Physiobox Untere Extremität, Mayr 2012. Erhältlich im Physiocircle.

Aus Physiobox Untere Extremität, Mayr 2012. erhältlich im Physiocircle

Aus Physiobox Untere Extremität, Mayr 2012. Erhältlich im Physiocircle

Was ist die Spiraldynamik?

Wie die Füße haben auch viele andere Strukturen  im menschlichen Körper einen spiraligen Aufbau, wodurch sie besonders belastbar und gleichzeitig flexible werden. Wenn Bewegungen ökonomisch und gelenkschonend ausgeführt werden, dann kommt es zur spiraligen, gegenläufigen Verschraubung, die man wie oben erwähnt beim menschlichen Gang mit seinem typischen diagonalem Armpendl gut beobachten kann.

Im vorigen Jahrhundert führte ein dreiköpfiges französisches Forscherinnenteam verschiedenste Bewegungsexperimente und Beobachtungen durch und erkannten diese Dynamik.  Durch die Begegnung mit der Physiotherapeutin Yolande Deswartes, eine Pionierin der ersten Stunde machte der Schweizer Arzt Dr. Christian Larsen Bekanntschaft mit diesem Theoriegebilde der menschlichen Bewegung. Fasziniert von der inneren Logik des Körpers forschte er  weiter und schenkte dem Konzept den Namen Spiraldynamik. Die dynamische Spirale beginnt am Fuß  und setzt sich über die Ober- und Unterschenkel über den Rumpf bis zu den Kopfgelenken fort. Hat man dies Logik einmal verstanden, so erkennt man immer ob eine Bewegung nach diesen physiologischen Gesetzmäßigkeiten durchgeführt wird. Es entsteht ein klarer, ästhetischer, ökonomischer Bewegungsfluß, welcher eine wichtige Voraussetzung für gesundes Älterwerden ist.

Autorin: Mag. Elisabeth Mayr, Spiraldynamikerin, Advanced Level

 

Andrea Latritsch- Karlbauer, Sabina Schautzer und Team Physiocircle mit Notfallgesicht

Buchperformance im Physiocircle

Team Physiocircle und die Villacher Grünen mit Sabina Schautzer haben zur Buchperformance  ”Wer geht gewinnt” von Andrea Latritsch-Karlbauer eingeladen. Vor rund 70 InteressentInnen gab die Autorin mit viel Humor einen Einblick in die vielschichtige Möglichkeit körpersprachlicher Ganginterpretationen. Anschließend konnten die TeilnehmerInnen bei einem köstlichen Buffet ihre Erfahrungen zum Thema diskutieren.

Die Wichtigkeit eines rechtzeitig formulierten “Stops”, das Innehalten und die Vergegenwärtigung des Augenblicks waren immerwiederkehrende Elemente des Vortrags,  um der Stressfalle zu entkommen. Kurze humorvolle, aber gleichzeitig tiefsinnige Reime, die auch die unterschiedlichen Buchartikel einleiten, gaben der Veranstaltung ein großes Maß an Leichtigkeit.

“Ist der Kopf nach vor gestreckt, ist der Gier-Instinkt geweckt. Eile, eile immer weiter, erklimme die Karriereleiter. Weißt nicht mehr, was Dir tut gut. Halte an, das tut Dir gut” (aus “Wer geht gewinnt”, Latritsch-Karlbauer, 2014, S. 85)

In der Körperhaltung, im Auftreten zeigen sich die Zusammenhänge von Mut und Entscheidungsfreudigkeit, aber auch  Ängste  und Mißmut sind leicht für das Gegenüber erkennbar. Die Zuhörer konnten ausprobieren, welchen Effekt das Abstreifen von Ängsten, das “Lippenflattern” und das “Notfallgesicht” auf die Stimmung im Saal  hatte.

Aus Sicht der anwesenden TherapeutInnen des Teams Physiocircle ist das Buch ein wichtiger Brückenschlag zur Physiotherapie, um Menschen mit Leichtigkeit und Schwung für die Bewegung und das Gehen zu motivieren.

Mag. Elisabeth Mayr

der  Saal füllt sich

Der Saal füllt sich …

Mit Schwung ins Gehen ...
Mit Schwung ins Gehen …
Buffet

Buffet