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Au weh – mein Fuß 3

Die Gipsphase:

Fünfeinhalb Wochen Gips ohne Belastung vergehen schnell. Ich habe viel gelesen, mich gut erholt und nun bin ich froh, wieder in die Aktivität zurück zu kehren. Nach dreieinhalb Wochen habe ich mit dem Gipsbein ein Aufbautraining begonnen, da mich mein Muskelzustand ziemlich irritiert hat.  Zur selben Zeit begann ich, durch die kleinen Fenster im Gips meine Narben zu betreuen. Mit Bi-Oil habe ich meine Nähte ausgestrichen und sanft massiert, das hat mir sehr gut getan. Nachts habe ich das Bein immer leicht hochgelagert, dadurch war es am Morgen gut entstaut.

Was kann man mit Gips tun?

Übungsbeginn ca. nach der 3. Woche. Je nach Alter, Geschicklichkeit und Trainingszustand kannst Du einzelne Übungen herausholen . Achtung! Übungen auf der Matten nur durchführen,  wenn ein sicheres Aufstehen möglich ist! Dabei hilft ein Stockerl!

1. Im Sitzen die Wirbelsäule aufrichten und das Bein anheben.

Anzahl: 1- 3 Serien mit 5 -15 Wiederholungen

Variante: Das Bein auch nach außen und nach innen gedreht anheben.

Beachte: Auch wenn das Gipsbein schwer ist, sollte die Wirbelsäule gestreckt bleiben. Im Sekundenrhythmus üben und je nach Trainingszustand mit weniger Wiederholungen beginnen.

Ziel: Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur.

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PS: Der Außenknöchel des linken Beins ist getaped, da die Sehne durch die Überbelastung irritiert ist.

2. In Seitenlage das gestreckte Bein nach oben und hinten anheben und wieder absenken.

Anzahl: 1- 3 Serien mit 5 -15 Wiederholungen

Ziel: Kräftigung der Gesäßmuskulatur und der seitlichen Beinmuskulatur.

Variante: Die Ferse in die Länge schieben, das Bein nach hinten strecken und mit dem oberen Arm nach vorne und unten ziehen. Das Brustbein dreht dabei nach unten.

Beachte: Die beiden Beckenknochen bleiben übereinander. Das Becken ist aufgerichtet, so daß der untere Rücken lang wird. Den Unterbauch einziehen, damit der Rücken stabil bleibt. Die Hüfte ist wirklich gestreckt. (Tipp: Wenn ich nach unten schaue, dann kann ich das Gipsbein nicht sehen!)

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Tipp: Versuche das Bein wirklich in die Länge zu ziehen, denn durch das Gehen mit den Krücken steht das Becken zu hoch! Die Bauchmuskulatur bleibt aktiv! Die Drehung des Oberkörpers wird Dir beim Gehen helfen!

3. In Rückenlage beide Bein nach oben strecken absenken und wieder  anheben.

Anzahl:  1 -3 Serien mit 5 -15 Wiederholungen

Ziel: Kräftigung der inneren Beinmuskulatur mit gleichzeitiger Dehnung.

Beachte: Das Anheben des Kopfes kräftigt auch Deinen Bauch. Versuche ihn, nach innen zu ziehen und den Beckenboden anzuspannen.

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4.  In Rückenlage den Oberkörper schräg nach vorne und oben ziehen.

Anzahl:  1 – 3 Serien mit 8 -15 Wiederholungen

Ziel:  Kräftigung der schrägen Bauchmuskulatur.

Beachte: Ziehe dabei Dein Schambein zum Nabel und den Unterbauch nach innen. Der Kopf wird von den Händen mitgenommen. Langsam  links und rechts üben!

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5.  In Bauchlage das Bein in die Länge ziehen und anheben.

Anzahl: 1 – 3 Serien mit 8 -15 Wiederholungen

Ziel:  Kräftigung der Gesäßmuskulatur

Beachte: Ziehe dabei Dein Schambein zum Nabel und den Unterbauch nach innen, so daß der untere Rücken Länge gewinnt!

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6.  Immer wieder die Zehen bewegen!

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Beachte: Es dürfen keine Schmerzen entstehen!

7.  Für gut Geübte ist der Drehsitz eine gute Vorbereitung für das Gehen.

Beachte: Versuche es nur, wenn Du es vor dem Gips schon getan hast!

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Für das Aufstehen solltest Du entweder Hilfe haben oder ein Stockerl zum Anhalten nehmen!

Tipp: Gut ist es auch, im Sitzen immer wieder das Becken zu schaukeln, zu kippen oder abwechselnd den rechten bzw. den linken Sitzknochen in den Sessel zu drücken. Es tut auch gut, abwechselnd das linke und das rechte Knie nach vorne zu schieben.

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Nur Mut, die Zeit geht schnell vorbei!

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Treppe

Au weh – mein Fuß 2

Nun ist meine Operation 10 Tage her. Ich bin gut wieder zu Hause und beginne, ein langsames Tempo zu leben, was mir zugegebener Maßen gut tut.

Prim. Dr. Orthner bewundert sein Werk.

Prim. Dr. Orthner bewundert sein Werk.

Vor der Operation

Vor der Operation

Die schlimmen ersten Tage postoperativ verschwimmen langsam und ich richte es mir mit Krücken und Rollstuhl, so gut es geht, zu Hause ein. Die ersten Wochen bedeuten Vollentlastung.

Mein gerader Zehen!

Mein gerader Zehen!

Der Fuß ist gestreckt und nach innen gedreht eingegipst, damit die verlagerte und verkürzte Sehne gut anwachsen kann. Der hintere Teil des Fersenbeins wurde gedreht und mit Platten fixiert, damit die Belastung auf die Außenkante verlagert wird. Im Mittelfuß wurde das Gelenk zwischen dem ersten Mittelfußknöchelchen und dem ersten Würfelbein versteift und mit Platten von unten und mit seitlichen Schrauben fixiert. Der erste Mittelfußknochen wurde gedreht und gerade gestellt, so dass die kleinen Sesambeinchen wieder richtig liegen und der große Zehen gerade wird. Die beiden Überbeine wurden abgemeisselt.

Die Metallplatten und Schrauben stabilisieren den neuen Fuß.

Die Metallplatten und Schrauben stabilisieren den neuen Fuß.

Meine Bewunderung an Herrn Prim. Dr. Orthner, denn neben einem unglaublichen mechanischen Verständnis und Geschick bedarf es auch Erfahrung und Mut, so einen Eingriff vorzunehmen.

 

 

Wenn ich das alles so erkläre, werde ich oft gefragt:

War das wirklich notwendig? Diese innere Frage hat mich 7 Jahre gequält. Beim linken Fuß war es aus Schmerzgründen außer Zweifel, der rechte Fuß hatte eine schreckliche Optik, aber ich konnte gut damit umgehen.

Nun – ich habe viele ältere Fußpatienten mit ähnlicher Problematik und es erschüttert mich oft, wie viele Schmerzen hier ausgehalten werden müssen. Diese Operation sollte man machen, solange man noch kräftig und geschickt ist, ansonsten kann ich nur empfehlen, sich für ca. zwei Monate eine häusliche Pflege zu organisieren.

Wie komme ich zurecht?
Mein Haus geht über drei Ebenen. Auf Ebene 2 habe ich einen Rollstuhl. Über die Stufen komme ich mit den Krücken ins Schlafzimmer. Im Bad stehen zwei Plastikstühle, einer in der Dusche und einer vor dem Waschbecken, für die Pflege bereit. Alle Cremen, Kämme, Müllsäcke als Gipsschutz zum Duschen… sind in Reichweite hergerichtet. An gewissen Stellen habe ich Umhängetaschen positioniert, falls ich doch etwas tragen muss. Die Stühle zum Beinhochlagern sind mit Auflagen versorgt, damit das gelbe Desinfektionsmittel keine Flecken macht. Ich liege untertags viel und meine Bücher warten an verschiedenen Stellen. Alte weite Hosen, die ich über den Gips bringe, mit großen Taschen für mein Handy, habe ich zuvor aus den Tiefen des Kleiderkastens geholt.
Da mein Mann beruflich viel reist, muss ich den Alltag auch alleine schaffen, wenn er da ist, werde ich gut verwöhnt. Mittags esse ich immer mit meinen Eltern, die im Erdgeschoß des Hauses wohnen, dafür bin ich sehr dankbar. Liebe Freundinnen und meine Kinder kommen auf Besuch, versorgen mich mit guter Literatur und muntern mich auf.
Die Schmerzmittel konnte ich bereits absetzen, wenn ich ausreichend viel liege, dann ist auch der Gips gut zu ertragen, da das Bein dann abschwillt. Die Zehen bewege ich viel, vor allem den großen Zehen, damit er sich nicht versteift. Zwischendurch mache ich Stretchingübungen, damit ich mich wohlfühle. Einmal am Tag gehe ich ums Haus und inspiziere die schöne Gartenanlage und plaudere mit meinen Maigästen. Meine Kräuter am Balkon habe ich in Hochbeete gepflanzt und ich kann sie mit dem Rollstuhl gut betreuen.

Es geht mir wirklich gut und ich übe mich in Geduld!

Im Rollstuhl auf meiner Terrasse am Magdalenen See

Im Rollstuhl

Spiraldynamische Fußmassage

Au weh – mein Fuß 1

Die Geschichte Zweier Füße.

Hallux Valgus Operation und  Umstellungsosteotomie am Fersenbein mit Sehnenaufbau.

7 Jahre ist es Beide Füße vor der ersten Operationher, dass ich von Prim. Dr. Orthner meinen linken Fuß operieren ließ. Es musste sein, er schmerzte unter dem Innenknöchel sehr, dar sich die Tibialis-posterior Sehne an einem angeborenem

innenseitig ist das schmerzhafte Überbein sichtbar, kein Hallux valgus

Überbein (Os navicuaris externus) aufrieb, bis sie abgerissen war. Mein linkes Fersenbein wurde mit drei Knochenkeilchen außenkantig verlängert, sodass das Gewicht fersenseitig nach außen gebracht wurde und eine Sehnentransplantation sicherte innen das Längsgewölbe ab.

Geschafft am linken FußNach ca. 2 monatiger Entlastung begann ich mein spiraldynamisches Training. Mental unterstützte ich mein Tun mit einer klaren Vorstellung, wie sich mein gemarteter Fuß physiologisch richtig bewegen kann. Er fühlte sich an, als wäre er in einem Schraubstock verdreht worden. Durch die Ruhigstellung in Spitzfußstellung, war meine Achillessehne hart, versteift und um ca. 5 cm zu kurz. Mein Optimismus und der türkisblaue Magdalenen See halfen sehr. Mit Lymphdrainagen und Klangschalen halfen mir liebe Kolleginnen weiter.

Fußgwölbeaufbau

Stabilisation des neuen Fußgewwölbes

Gleichgewichtsübung bei korrigierter Beinachse

Gleichgewichtsübung bei korrigierter Beinachse

Ich arbeitete konsequent 2 Stunden täglich an mir und konnte nach einem halben Jahr wieder einwandfrei gehen und im Winter getraute ich mich wieder Schi zu fahren.

Warum schreibe ich heute?

Nun ich habe zwei Füße und auch rechts konnte ich den schicksaalshaften Verlauf nur verzögern nicht abstoppen. Rechts sind die Schmerzen dank meines Trainings und meiner Fußmassagen zwar zweitrangig, aber der aus der Fehlstellung entstandene Hallux valgus setzt mir immer mehr zu und meine Fußform verändert sich zusehends.   Schmerzen habe ich vor allem nach sportlicher Betätigung. Ich spüre und sehe, dass ich die Beinachse in Belastung nicht mehr ausreichend stabilisieren kann und weiß, dass dadurch mein Kniegelenk und das Hüftgelenk gefährdet sind.

Grundsätzlich ist mein Motto zuerst therapieren dann operieren, doch bin ich Realist genug um zu erkennen, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Dieser Blog ist eine Fortsetzungsgeschichte, für jene Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und die ebenso eine  Unsicherheit spüren, ob eine Operation sinnvoll ist. Solche Entscheidungen sind nicht leicht, da sie immer ein Risiko in sich tragen. Auch ich kenne die Ängste, die sich in den Tagen zuvor in die Gedanken einschleichen.

Linker Fuß operiert und schmerzfrei - rechter Fuß  vor der Operation

Linker Fuß operiert und schmerzfrei – rechter Fuß
vor der Operation

Ich habe wieder den Arzt meines Vertrauens zu Rate gezogen, und bin innerlich davon überzeugt, dass Herr Prim Dr. Orthner mir bei diesem schwierigen Eingriff wirklich helfen kann. Diese, meine feste Überzeugung ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Operation.  Im Vorfeld regle ich meine privaten und beruflichen Angelegenheiten gewissenhaft, damit ich mir für die Gesundung wirklich Zeit nehmen kann. Ich nehme seit einem halben Jahr Kalzium, Vitamin D3 und Magnesium. In der Vorwoche zur Operation beginne ich mit Arnica D4. Ich massiere meinen Fuß täglich spiraldynamisch mit guten Ölen und stärke mich gedanklich mit innerer Zuversicht. Die Krücken sind bereit, und meine Freundinnen haben mich mit Leselektüre für zwei Monate unterstützt. Da ich den Prozess nun schon kenne, weiß ich natürlich was auf mich zu kommt.

Leider muß ich heute, am 12.4. 2015 meine OP, die am Di. den 14.4.2015 stattfinden hätte sollen, verschieben. Zuerst eine Angina, dann starker Husten. Ich denke, unbewußt setzt mir ein bißchen die Angst zu. Es beginnt mir besser zu gehen und der nächste Termin ist der 29.4.2015.

Turnschuhpendeln

Da sich mein Bedürfnis nach mehr Bewegung im Alltag immer mehr meldete und ich schon hin und her überlegte, wie ich diesem mit möglichst wenig zeitlichem und organisatorischem Aufwand bezüglich Familie und Beruf nachkommen könnte, fiel mein Blick beim Blättern in einer Zeitschrift sehr neugierig auf einen Artikel über Turnschuhpendler in London: Verstopfte Straßen und überfüllte öffentliche Verkehrsmittel haben diesen Trend ausgelöst: Nicht mit dem Auto zum Arbeitsplatz fahren, sondern zu Fuß hingehen, sprich turnschuhpendeln!
Mir war sofort klar: JA – genau das ist es: Ich werde auch Turnschuhpendlerin (TSP)!

Noch dazu stellte sich als zusätzliche Motivation der große Schneefall ein und ich steckte mir die Gedanken an prekäre Straßen- und Parkplatzverhältnisse an den Hut bzw. die Sohle. Ausgestattet mit Skihose (am 30.1.2014 bedeckten 70 cm Schnee die Stadt), Moonboots und dem obligaten Rucksack stapfte ich die knappen 3,5 km zur Arbeit. Ich benötigte 45 Minuten und war ab dem ersten Schritt begeistert: So einfach und gleichzeitig so genial – einfach „gehnial“!

Mittlerweile bin ich schon über ein Jahr praktizierende TSP : Dreimal wöchentlich arbeite ich im Physiocircle und bewältige Hin- und Heimweg stetig zu Fuß. Die Zeit in eine Richtung liegt jetzt bei ca. 30 Minuten, was einem sehr flotten Tempo entspricht.

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Was hat sich getan?

Natürlich sind meine Kondition und mein muskulärer Zustand deutlich verbessert. Zusätzlich nutze ich diese Zeit auch für gangspezifische Analysen, Korrekturen und deren Ausführung.
Das heißt, ich beobachte mich selbst beim Gehen, spüre in die unterschiedlichen Körperabschnitte hinein und versuche mein Bestes:

Den Fuß von der Ferse zum Großzehenballen hin abrollen, die Kniescheiben schauen geradeaus.

Schritt nicht zu groß machen und den Boden nach hinten wegschieben. Dadurch wird die aufrichtende Muskulatur an der Körperrückseite aktiviert.

Steißbein und Scheitelpunkt am Kopf bei aufgerichtetem Brustkorb voneinander wegstreben lassen, sodass  die Wirbelsäule aktiv in die Länge gezogen wird. Es werden dadurch vor allem die Bauch- und Beckenbodenmuskulatur angesprochen.

Schultern immer locker lassen und auf ein freies Armpendeln achten. Becken und Schultergürtel rotieren gegengleich um die Wirbelsäule (Kreuzgang).

Gut in den Bauch atmen.

Ja wirklich!: Das alles beachte ich bei meinem Marsch und natürlich ist das eine Berufskrankheit. Und es ist mein tägliches Brot in der Arbeit als Physiotherapeutin: Anatomie und Physiologie zu veranschaulichen und in den Alltag zu integrieren.

Die Wiederholung macht aus jedem einen Meister.

Weitere Vorteile und ein paar beeindruckende Zahlen (ca.- Angaben):

In einem Jahr habe beachtliche 1090 km zurückgelegt
(1 404 000 Schritte)

Ich habe 53 000 kcal verbrannt.

Gespart habe ich entsprechend die Kosten für Benzin und Verschleiß des Autos.

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Hormonell kann ich auch auf so einiges verweisen: Weniger Ausschüttung von Stresshormonen, wozu es unweigerlich im Straßenverkehr und bei der Parkplatzsuche kommt. Ausschüttung von körpereigenen Glückshormonen, wozu es unweigerlich bei Bewegung kommt.

Ein riesengroßes Plus ist der Ausgleichseffekt: Alles, was mich innerlich beschäftigt, löst sich durch das Gehen meist wie von selbst in Luft auf bzw. verhilft das Gehen dem „Geh“irn zu einer grandiosen Strategie, mit Dingen umzugehen: Das Gehen schafft Abstand und die Distanz hievt mich in die Adlerperspektive – und von dort oben schauen die Dinge dann bekanntlich gleich ganz anders aus! So erhält das Gehen auch einen überaus tiefenwirksamen Aspekt! Für die Erhaltung unserer Gesundheit geht es immer um Gleichgewichte und Harmonien, um Homöostase und letztendlich um Entspannung der Strukturen: Seien es Nerven, Bänder, Knochen, Organe oder Muskeln.

Apropos Muskelentspannung: In letzter Zeit habe ich deutlich gespürt, dass ein zu schnelles Gehen bei mir eine Nackenverspannung triggert: Mein Körper zeigt mir, dass ich mich vom Verstand leiten lasse , was zu Stress führt – genau das Gegenteil davon, weshalb ich mit dem TSP begonnen habe. Es geht also auch um Authentizität: Diese nämlich auch oder gerade auch beim Gehen umzusetzen, und so führt mich das TSP geradewegs zu mir selbst; die innere Wahrnehmung wird definitiv präsenter.

Im Sommer wollte ich nicht auf das Fahrrad umsatteln, zu sehr ist mir diese halbe Stunde ans Herz gewachsen. Und ich will außerdem gar nicht schneller sein…

Im Winter ist das Tempo automatisch ein flotteres und ich kann die kalte Jahreszeit für das TSP nur wärmstens empfehlen! Die Temperatur treibt einen gerade im rechten Ausmaß an.

 Sie sehen, ich gerate ins Schwärmen und vielleicht schwappt etwas zu Ihnen über! Vielleicht möchten auch Sie etwas mehr Zeit mit sich selbst verbringen und regelmäßiger Ihre Gelenke schmieren! Vielleicht möchten auch Sie sich  von den Vorteilen des Turnschuhpendelns überzeugen und Körper und Geist trainieren!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine besinnliche Karwoche und Frohe Ostern, auch im Namen des ganzen Physiocircle Teams. Haben Sie einen wunderschönen Frühling!

Kristina Pichler

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Für alle, die das Detail schätzen ;-)

Ferse leise und weich aufsetzen und den Fuß gut zum Großzehenballen hin abrollen, ohne die Fußlängswölbung aufzugeben. Den Schritt nicht zu groß machen (ca. eine Fußlänge zwischen Fußspitze und Ferse ) und das Bein mit der Vorstellung, den Erdball nach hinten zu rollen nach hinten schieben. Dadurch streckt und öffnet sich die Hüfte in der Leiste und wird gedehnt.

Dabei darauf achten, dass das Becken aufgerichtet bleibt, das heißt das Steißbein nach unten und zwischen den Beinen durch nach vorne tendieren zu lassen ( Bauch- und Beckenbodenmuskulatur ). Bauchnabel nach oben innen zur Wirbelsäule ziehen.

Das Knie muss die ganze Zeit nach vorne schauen, es knickt weder nach innen noch nach außen ( X- und O- Bein ).

Die Wirbelsäule lasse ich nach oben wachsen, sodass sich der Brustkorb hebt, das heißt, dass die untere Brustbeinspitze möglichst gut entfernt wird vom Bauchnabel und die Grübchen links und rechts hinter dem Schlüsselbein sowie das Halsgrübchen himmelwärts tendieren bei gleichzeitiger Vorstellung, dass meine Schlüsselbeine streng nach außen voneinander weggezogen werden. Das ganze natürlich bei auf dem Schultergürtel ruhenden Schultern, sprich: Schultern bleiben unten und locker entspannt!!

Der Kopf tut bei soviel Aufrichtung der darunterliegenden Körperabschnitte dann schon meistens das richtige und macht seine physiologischen Minibewegungen bei locker leichtem Zug des Scheitels himmelwärts .

Last but not least lasse ich die Pendelbewegung der Arme möglichst fließend und weit zu, was darauf hinweißt, dass die Wirbelsäule schön um die eigene Achse rotiert mit jeweils diagonalem Hüft- und Schulterpaar vorne bzw. hinten, wobei der Hüftknochen der Standbeinseite nach hinten und unten schiebt.

Schulterrehabilitation bei Rotatorenmanschetten- Problematiken

In diesem Blog möchte ich Ihnen ein paar Grundlagen über das Schultergelenk erklären und Ihnen einen kleinen Übungsplan vorstellen, welchen Sie bei Rotatorenmanschetten-Problematiken durchführen können.

 

1       Das Schultergelenk

 

Das Schultergelenk

Das Schultergelenk wird vom Oberarmkopf und der Schulterblattgelenkpfanne des Schulterblatts gebildet. Da dieses Gelenk vor allem durch Muskulatur gesichert ist und die Bewegungen kaum durch knöcherne Strukturen eingeschränkt werden, ist es das beweglichste Kugelgelenk des menschlichen Körpers. Dadurch sind aber Ausrenkungen der Schulter relativ häufig, ebenso wie Muskel- und Sehnenrisse im Bereich der Rotatorenmanschette.

2       Die Rotatorenmanschette

 

Rottatorenmanschette

Als Rotatorenmanschette (besser: Muskel-Sehnen-Kappe) wird beim Menschen eine Gruppe von vier Muskeln im Schulterbereich bezeichnet, die alle vom Schulterblatt zum Oberarmkopf ziehen und das Schultergelenk kappenförmig umgeben.

  • Muskulus supraspinatus (oberer Schultergrätenmuskel),
  • Musculus subscapularis (vorne),
  • Muskulus infraspinatus (hinten oben),
  • Muskulus teres minor (hinten unten).

Diese Muskeln sind von außen nur teilweise sichtbar, da sie vom breiten und kräftigen Deltamuskel (Musculus deltoideus) bedeckt sind.

Die Aufgabe der vier Muskeln besteht darin, den Oberarmknochenkopf in der sehr flachen Gelenkpfanne des Schulterblattes zu halten. Das funktionelle Resultat ist eine extreme Beweglichkeit in mehreren Beugeebenen und der Drehachse. Auf der anderen Seite bedingt diese dynamische Fixierung eine potentielle Instabilität, weshalb Auskugelungen und degenerative Veränderungen im Schultergelenk besonders häufig sind.

3       Das Therapieprogramm der MOON Shouldergroup

Achtung:

Diese Übungsanleitung soll eine Hilfestellung bei Schulterproblemen aufgrund von Rotatorenmanschettenläsionen sein.

Sie ersetzt nicht eine genaue Abklärung durch einen Arzt.

3.1      Übungen zur steigerung des Bewegungsumfanges

 

  • Müssen mehrmals täglich durchgeführt werden. Optimal stündlich
  • Müssen ausnahmslos im schmerzfreien Bereich stattfinden.

3.1.1      Pendelübung

Lassen Sie den ganzen Arm locker hängen und neigen Sie Ihren Oberkörper nach vorne. Dabei stützen Sie sich mit dem anderen Arm z.B. an einem Tisch ab.

Dann pendeln Sie mit dem betroffenen Arm

  • 20 mal kreisend im Uhrzeigersinn
  • 20 mal kreisend gegen den Uhrzeigersinn
  • 20 mal vor und zurück
  • 20 mal links und rechts.

Kreisen

3.1.2      Unterstütztes Bewegen mit einem Stock

 

  • Bei dieser Übung darf ein leichter Dehnzug gespürt werden, jedoch nicht der bekannte Schmerz.
  • Der Stock wird von oben gegriffen, sodass Sie Ihren Handrücken sehen können.
  • Die Hände sind schulterbreit auseinander.
  • Der gesunde Arm soll die Bewegungen führen.
  • Jede Bewegung 20 Mal durchführen.

1. Stehen Sie aufrecht, am besten vor einem Spiegel. Halten Sie einen Stock, Stab oder etwas Vergleichbares vor Ihrem Körper.

  • Heben Sie beide Arme gestreckt und langsam vor dem Körper hoch und tief.

Stock12. Die Ellbogen liegen an Ihren Flanken an und sind genau 90 Grad gebeugt.

  • Jetzt drehen Sie beide Arme einmal langsam nach rechts, dann langsam nach links.

Stock2

3. Heben Sie den betroffenen Arm über die Seite hoch.

  • Der gesunde Arm führt dabei den betroffenen Arm.

Stock3

 

3.2      Dehnübungen

  • Müssen täglich durchgeführt werden. Optimal morgens, mittags und abends
  • Sie dürfen einen leichten Dehnzug spüren, es darf jedoch kein bekannter Schmerz entstehen.
  • Jede Dehnübung wird 3 mal 30 Sekunden gehalten.

 

3.2.1      Dehnung an der Tür für die vordere Schulterkapsel

 

  • Geben Sie den betroffenen Arm auf Schulterhöhe gegen den Türrahmen.
  • Drücken Sie sich nun mit den Beinen nach vorne und halten Sie den Ellbogen am Körper.

Dehnung Brustmuskel

3.2.2      Dehnung in der Seitenlage für die hintere Schulterkapsel

 

  • Sie liegen in der Seitenlage auf der betroffenen Seite
  • Heben Sie den unten liegenden Arm auf Schulterhöhe
  • Beugen Sie den Ellbogen auf 90 Grad.
  • Jetzt drücken Sie mit dem oberen Arm den unteren Arm sanft nach unten.

Dehnung IR

 

 

3.3      Kräftigungsübung

 

  • Wird jeden zweiten Tag durchgeführt, da der Muskel Zeit zum Regenerieren benötigt.
  • Krafttraining muss anstrengend für den zu trainierenden Muskel sein. Das heißt: Am Ende des Trainings soll eine deutliche Erschöpfung des Muskels spürbar sein.
  • Der bekannte Schmerz darf auf keinen Fall auftreten. Ist dies der Fall, müssen die Gewichte reduziert werden.

 

3.3.1      Kräftigung der Schulteraußenrotatoren in Seitenlage

 

  • Diese Übung wird 3 Mal mit 10 Wiederholungen durchgeführt.
  • Sie liegen in der Seitenlage auf der nicht betroffenen Seite
  • Der Oberarm des betroffenen Armes liegt an der Flanke bzw. Taille an und darf nicht weggehoben werden.
  • Ihr Ellbogen ist 90 Grad gebeugt und in der Hand halten Sie ein Gewicht.
  • Drehen Sie den Arm nun 10 Mal langsam vom Bauchnabel hoch zur Decke und langsam wieder runter.
  • Als Gewicht bietet sich eine gefüllte Wasserflasche an. Starten Sie mit 250 Gramm und 10 Wiederholungen. Steigern Sie nun solange das Gewicht um 250 Gramm, bis Sie nach 10 Wiederholungen eine deutliche Erschöpfung spüren. Machen Sie jeden zweiten Tag, mit diesem Gewicht, 3 Mal 10 Wiederholungen.
  • Sollte Ihnen die Übung leicht fallen, steigern Sie das Gewicht um weitere 250 Gramm.

Kraft AR

 

Bei etwaigen Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit lieben Grüßen,

Martin Buchbauer, B.Sc. PT

 

2014-12-16 IMO 1 004

IMO

2014-12-16 IMO 1 030

Weihnachtsstunde 2014

.…wofür steht IMO

IMO steht für intelligent movement = Nach dem Konzept der Spiraldynamik sind intelligente Bewegungen, jene Bewegungen die nach bestimmten ökonomischen, gelenksentlastenden, physiologischen Prinzipien durchgeführt werden. Bewegungen sollen  fließen und den Körper in eine ausgewogene Harmonie bringen, ohne ihn zu überlasten.

In meinen IMO-Kursen, die je nach Trainingszustand in 3 Schwierigkeitsstufen angeboten werden, versuche ich schrittweise das Konzept der Spiraldynamik weiter zu geben (siehe dazu unter www.physiocircle.at). Nach einem Semester haben sie die wichtigsten anatomischen Grundkenntnisse des Körpers erlernt und sie können dieses Wissen im  Alltag und im Sport mühelos umsetzen. Sie wissen wie man sich den anatomischen Strukturen gemäß bewegt und erkennen relativ schnell und eindeutig falsche Bewegungsmuster.

Wir trainieren von Kopf bis Fuß und stabilisieren die Wirbelsäule damit sie den Alltagsbelastungen stand hält.

Auf gutem Fuß läßt es sich leichter und mühelos gehen. Die aktive dreidimensionale Fußverschraubung bring die Freude am Gehen zurück. Kraftvoll koordinierte Beinachsen sind die Basis für jede längere Wanderung. Ein gut trainierter Beckenboden und eine stabile Mitte erleichtern viele Sportarten und schützen vor Wirbelsäulenproblemen. Bewegte, freie Schultern und eine entspannte Halswirbelsäule sind eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen  Büroalltag .

Weihnachtsstunde 2014

Weihnachtsstunde 2014

IMO steht für intelligente Motivation. Ich versuche sie in meinen IMO-Gruppen auf den unterschiedlichsten Ebenen herauszufordern. Ob es die Merkfähigkeit, die Koordination, die Geschicklichkeit, das Gleichgewicht ist – hier wird kreativ gearbeitet.  Lust und Freude kommen dabei nicht zu kurz.

Es wird getanzt, gesteppt, gekräftigt, bewegt, gedehnt und gespürt. In alten Traditionen, wie Yoga aber auch mit modernen Pilates-Übungen und vor allem mit spiraldynamischen Wissen trainieren wir den ganzen Körper.

Wenn ich ihr Interesse geweckt habe, dann können sie sich vormittags zwischen 8 Uhr und 13 Uhr unter 04242/582460 nähere Informationen einholen.

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Sigrid Gregori und Lina Brandl

…für uns zählt soziales Engagement!

Beate Prettner und Lina Brandl

Beate Prettner und Lina Brandl

Wir brauchen nur die Augen auf zu machen, dann sehen wir, dass soziale Benachteiligung sehr früh beginnt. Sei es durch Flüchtlingsdramen, sehr frühe Schwangerschaften, schwierige Herkunftsfamilien und vieles mehr.  Besonders Kinder und Jugendliche benötigen Hilfe und Unterstützung für ihren Start in die oft nicht so rosige Zukunft.

Die Caritas Graz unterstützt mit ihrem Projekt tag.werk sozial benachteiligte Jugendliche. Es ist eine Art Hilfe zur Selbsthilfe. Die Jugendlichen lernen kreative Taschen aus recycelten Industrieplanen, Stoffen und Lederbekleidungen her zu stellen.

Meine Tochter Lina Brandl leitet den Verkaufsshop in Graz und ist mit einer Wagenladung mit Taschen und Mode zu uns in den Physiocircle gekommen. Viele treue Klienten und Klientinnen unseres Hauses haben mit den Kauf einer Tasche dieses sinnvolle Projekt unterstützt.

Sigrid Gregori hat mit ihrer ersten Vernissage und mit köstlichem Weihnachtsgebäck einen wunderbaren Rahmen gestaltet. Die Bilder sind noch weiterhin im Physiocircle zu sehen.

Babsi Steinwender und Martin Buchbauer, unsere neuen Teammitglieder haben kräftig mit angefasst und zum Gelingen des Nachmittags beigetragen.

Für uns geht ein ereignissreiches Jahr zu Ende. Drei Babys Carla, Mira und Tobias haben 2014 das Licht der Welt erblickt und erfreuen unsere Herzen.

Unser Blick für Ganzheitlichkeit wurde durch die systemische Psychotherapie, die von Sebastian Brandl neuerdings im Physiocircle angeboten wird, erweitert.

Mit diesem Beitrag möchten wir uns bei ihnen für Ihre Treue zu unserem Haus bedanken und Ihnen ein Frohes Fest und einen guten Rutsch 2015 wünschen.

Elisabeth Mayr & Team

Aquarelle von Sigrid Gregori

Aquarelle von Sigrid Gregori

tag.werk Taschen im Physocircle

tag.werk Taschen im Physocircle
Lina und Babsi

Lina und Babsi

Clown

Clown

 

 

Der Herbst ist da!

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Mit Ihm zieht jedoch nicht nur eine beeindruckend bunte Landschaft ein, sondern auch das nass-kalte Wetter. Kälte, Wind und Feuchtigkeit haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Der Wechsel der Jahreszeiten führt auch in unserem Körper zu Umstellungen. Äußere bioklimatische Faktoren wie Wind und Feuchtigkeit dringen über die Haut ein und verursachen akute Symptome

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Wind betrifft eher die obere Körperhälfte und führt zu Kopf- und/oder Nackenschmerzen, Abneigung gegen Zugluft, Frieren sowie einer verstopften Nase. Im Allgemeinen setzen die Beschwerden plötzlich ein und sind heftig.

Feuchtigkeit führt eher zu Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken oder zu Schweregefühl. Wärme hingegen wirkt bessernd.

Kälte kann in Gelenken zu heftigen fixierten Schmerzen – in Kombination mit Wind – zu Frieren, Frösteln bis zu Fieber oder Schmerzen in der Wirbelsäule führen.

Trockenheit: Mit Beginn der Heizperiode wird die Haut meist trocken. Trockene Lippen, Mundtrockenheit, trockener Husten sowie trockene Augen können die Folge sein. Eine Neigung zu schuppigen und trockenen Ekzemen kann in dieser Zeit wieder aufflackern.

Hier ein paar Tipps bzw. Erinnerungen von uns, um leichter durch den Herbst zu kommen:

  • Unterschätzen Sie die kalte Zugluft nicht, auch wenn die Sonnenstrahlen noch kräftig sind. Suchen Sie windgeschützte Bereiche um Sonnen zu baden.
  • Bewegung an der frischen Luft trotz Regen und Wind tut dem Immunsystem gut. Sport und ausgedehnte Spaziergänge regen die Durchblutung an und bringen den Kreislauf in Schwung. Am besten geeignet sind Ausdauersportarten wie Joggen, Nordicwalking oder Radfahren. Eine rege Durchblutung verteilt die Abwehrstoffe gleichmäßig und versetzt das Immunsystem in Alarmbereitschaft.
  • Mehrmals täglich Wohnung lüften. Wer es sich zu Hause gemütlich macht, sollte darauf achten, dass die Räume gut gelüftet sind. Es reicht, dreimal am Tag die Fenster zu öffnen. Am besten lüftet man morgens nach dem Aufstehen, abends, wenn man nach Hause kommt und vor dem Schlafengehen jeweils fünf Minuten.
  • Vitamin- und mineralstoffreich ernähren. Jetzt sollte man besonders darauf achten, sich vitamin- und mineralstoffreich zu ernähren. Es müssen nicht immer Apfel oder Salat sein: Auch Apfel- und Orangensaft, eingelegte Gurken oder gekochtes Gemüse enthalten viele Vitamine. Neben Vitamin C ist Zink ein nützlicher Helfer, um die Abwehrkräfte zu stärken. Daher dürfen auch Rind- und Schweinefleisch, Geflügel, Ei, Milch und Käse auf den Teller kommen.
  • Heimisches Obst und Wintergemüse essen. Heimisches Obst und Wintergemüse ist meist frischer und enthält deshalb noch alle Vitamine. Es gibt jetzt die ganzen Kohlsorten, damit kann man abwechslungsreich kochen, etwa mit Grünkohl, Brokkoli oder Kohlrabi. Neben Äpfeln und Birnen sind im Herbst auch Champignons, Kartoffeln und Steckrüben gut zu bekommen.
  • Viel Wasser oder ungesüßte Tees trinken. Zu einer gesunden Ernährung gehört ausreichend Flüssigkeit. Am besten trinkt man möglichst kalorienfreie Getränke wie Leitungswasser, Mineralwasser oder ungesüßte Tees. Zwischen 1,5 und 2 Litern pro Tag sollten es sein. Vor allem, wenn man viel in Räumen mit trockener Heizungsluft sitzt. So bleiben die Bronchien feucht, und Bakterien werden weggespült. Wer lieber etwas mehr Geschmack im Glas hat, kann sein Wasser mit Fruchtsaft mischen.
  • Ausreichend schlafen. Für die Erholung des Körpers ist ausreichend Schlaf das A und O. Besonders wenn der Körper durch Wind und kaltes Wetter gestresst ist, braucht er ausreichend Erholungsphasen.

Sollten Sie Ihre Beschwerden jedoch selbst nicht in den Griff bekommen, holen Sie sich professionelle Hilfe von Ihrem Therapeuten oder Arzt!

Bitte warten Sie nicht bis Ihre Schmerzen stärker werden, sondern lenken Sie frühzeitig den Weg richtung Wohlbefinden ein.

Wir vom physiocircle Paulapromenade stehen Ihnen dabei gerne mit Rat und Tat beiseite.

 

Mit Übungsprogramm Schulter-OP vermeiden

Dieser spannende Artikel stammt aus der Zeitschrift Physiopraxis des Thieme Verlages.

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Er zeigt, dass Risse von Sehnen an der Rotatorenmanschette der Schulter, welche nicht durch einen Unfall entstanden sind, nicht immer operier werden müssen.

„Ein spezifisches Übungsprogramm mit Physiotherapie kann bis zu drei von vier Patienten mit einer atraumatischen Ruptur der Rotatorenmanschette vor einer OP bewahren. Das zeigt eine Studie der MOON-Schultergruppe aus den USA.

Die Autoren schlossen 452 Patienten ein, bei denen mindestens eine Rotatorenmanschettensehne ohne erkennbares Trauma gerissen war und bei denen die Indikation zur OP bestand. Bei 70 % war die Supraspinatussehne betroffen, bei 21 % die Supra- und Infraspinatussehne, die restlichen Probanden hatten verschiedene andere Kombinationen von Rissen.

Alle Patienten absolvierten ein spezielles, evidenzbasiertes Programm: passive Mobilisationen durch einen Physiotherapeuten im Schnitt einmal pro Woche sowie Heimübungen zur Dehnung und Kräftigung. Nach sechs und zwölf Wochen boten die Autoren den Studienteilnehmern drei verschiedene Optionen an, mit denen sie ihren Zustand beschreiben sollten und die das weitere Prozedere beeinflussten:

  • „geheilt“ – keine Therapie mehr notwendig
  • „verbessert“ – Fortsetzung der Therapie mit erneuter Untersuchung nach weiteren sechs Wochen
  • „keine Verbesserung“ – Angebot einer OP

Die Autoren riefen alle Patienten, die nicht operiert wurden, nach einem und zwei Jahren an, um zu fragen, ob sie sich zwischenzeitlich hatten operieren lassen.

Das Ergebnis: Lediglich 25 % der teilnehmenden Patienten entschieden sich für eine OP, die meisten davon in der Zeit zwischen der sechsten und zwölften Studienwoche.

Nach Abschluss der Untersuchung ließen sich nur noch wenige Teilnehmer operieren. Somit bewahrte die physiotherapeutische Intervention drei Viertel der Studienteilnehmer vor einer OP – angesichts der großen Probandengruppe ein bemerkenswertes Ergebnis.”

Ein Auszug aus diesem Übungsprogramm, wird in den nächsten Wochen folgen.

 

Hilfe bei Bandscheibenproblemen

Bandscheiben: Volle Kraft voraus

Spiraldynamik®  Event: 3-D Krafttraining mit Dr. Axel Gottlob

MEDIZIN | Zwei  Tipps zur Vermeidung akuter  Bandscheiben-Vorfälle – für Betroffene und solche, die es nicht werden wollen. Und ein kraftvoller Event für Therapeuten: 3-D Krafttraining mit Axel Gottlob am 14.-15. Juni 2014 in  Zürich…

Gelesen in News Spiraldynamik 6/2014 (http://www.spiraldynamik.com/newsarchiv/medizin_201406_Event_Dr_A_Gottlob.htm)

Typisch! Bandscheibenvorfälle haben stereotyp die gleiche Vorgeschichte: Egal ob Koffer, Kiste oder Kind – es sind immer «Vorbeuge» oder «Hochkommen», welche die Bandscheiben zum Platzen bringen und Schmerzen wie glühendes Eisen ins Bein einschießen lassen. Viele akute Bandscheibenvorfälle lassen sich vermeiden:

Tipp 1 Vorbeuge: Die Faszien sichern die Muskeln
Gefährlich ist die «kleine Vorbeuge», wenn Sie beispielsweise flüchtig ein Buch oder eine Schüssel vom Tisch nehmen. Bei der «kleinen Vorbeuge» beugen Sie sich «nur» zwanzig Grad nach vorne. Und genau hier  wird es für die Bandscheiben gefährlich! Verantwortlich hierfür ist das komplexe Zusammenspiel von Rückenmuskeln und Faszien. Und so funktioniert es im Detail: Beim Vorbeugen sind es zunächst die Muskeln, welche die Last «tragen» müssen. Sind die Rückenmuskeln schwach, verschärft sich das Problem. Irgendwo bei 20-30° Vorbeuge wechselt das Sicherungssystem von «Muskel-Sicherung» auf «Faszien-Sicherung». Jetzt hängen Sie sozusagen «in den Seilen». Die großflächigen Faszien des Rückens übernehmen teilweise die Last indem sie die Wirbelsäule über ihre ganze Länge – ähnlich einer Hängebrücke – verspannen und so die Bandscheiben entlasten. Tipp: Entweder «gerade Stehen» oder «große Vorbeuge» mit geradem Rücken – etwa beim Hieven einer Kiste in den Kofferraum des Autos. Die scheinbar harmlose «kleine Vorbeuge» stellt eine oft unterschätzte Gefahr für die Bandscheiben dar! Viele Menschen spüren diesen kritischen Punkt instinktiv – etwa beim Zähne putzen oder Schuhe binden. Kuzum: «Kleine Vorbeuge» vermeiden!

Tipp 2 Hochkommen: Der Bandscheibenkern ist wie Pudding
Jede Bandscheibe besitzt im Inneren einem dickflüssigen Kern. Dieser verhält sich wie Pudding: Bewegung macht ihn flüssig, ohne Bewegung wird er steif. Wenn Sie lange sitzen oder in der tiefen Hocke im Garten arbeiten, passt sich die Bandscheibe dieser Stellung an und der dickflüssige Kern wird in genau dieser Stellung steif. Wenn Sie jetzt rasch hochkommen, löst dies ein Gefühl massiver Steifigkeit und ggf. von Schmerzen aus, weil der steif gewordene Bandscheibenkern seine Form nicht genügend schnell anpassen kann. Tipp:  Das Zauberwort heißt Mikrobewegung! Immer leicht in Bewegung bleiben. Ein Luftkissen im Sitzen oder kleine Ruckelbewegungen bevor Sie aufstehen und hoch kommen. Eine halbe Minute MikroBewegung ist meist ausreichend um das Innere des Bandscheibenkerns wieder zu verflüssigen.