Die Bewegung beginnt mit den Füßen – Die Spiraldynamik stellt sich vor.

Zeigt her Eure Füße!

Zeigt her Eure Füße!

Der menschliche Fuß, ein Wunderwerk von 28 Knöchelchen, ein System von gut abgestimmten, spiralig verschraubten Muskelzügen und Bandstrukturen wird in unserer heutigen schnelllebigen Zeit oft sträflich vernachlässigt und vergessen. Doch was passiert wenn unser Fundament, unsere Basis des Standes und der Fortbewegung nachlässt?

Für viele Menschen um das vierzigste Lebensjahr, wird der Schuhkauf zu einem ungeliebten Marathon. Es wird immer schwieriger passende Schuhe zu finden, denn die Füße beginnen zu schmerzen und die Fußform verändert sich. Aus einem leichten Senkfuß wird ein Platt- und Spreizfuß, die Zehen verformen sich, es entstehen Hammerzehen und andere Fußdeformitäten. Schmerzen an unterschiedlichen Bereichen des Fußes erschweren den Arbeitsalltag und verleiden die oft lieb gewonnenen Freizeitaktivitäten, wie wandern – oder einfach einen Einkaufsbummel unternehmen.

Selbstverständlich sind die Schuhe ein wichtiges Kriterium für eine gesunde Bewegung des Fußes, und modische, spitze Stöckelschuhe verstärken die Problematik.

Im Stöckelschuh können die Füße nicht funktionell belastet werden. Eine spiralige Verschraubung kann nicht stattfinden

Im Stöckelschuh können die Füße nicht funktionell belastet werden. Eine spiralige Verschraubung kann nicht stattfinden.

Oft wird auch durch zu kleine Schuhe die Entstehung eines Hallux valgus unterstützt.

Tipp: Sparen Sie nie beim Schuhkauf, lassen Sie sich ausreichend Zeit und achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe gut sitzen. Sie dürfen nie zu klein ausfallen! Eine leichte Erhöhung der Ferse erleichtert das Abrollen über die Außenkante des Fußes hin zum Großzehenballen. Ein gutes gepolstertes Fußbett wird Ihnen gut tun. 

Die Entwicklung des Fußgewölbes: Durch die Aufrichtung auf zwei Beine hat sich unser Fuß geformt. Das Fersenbein ist  in sich gedreht, damit die Belastung mehr auf die Außenseite verlagert wird, der Mittelfuß beginnt eine spiralige gegenläufige Verschraubung zum Vorfuß. Diese wird  von den keilförmigen Mittelfußknochen unterstützt wird, und somit bekommen wir einen guten stabilen Druck auf den Großzehenballen, das Längsgewölbe ist entstanden. Zum Kleinzehenballen hin haben wir eine gute Spannung in Form eines C-Bogens (Quergewölbe)  entwickelt, der uns den kraftvollen Abdruck ermöglicht.

Durch die gegenläufige Verschraubung entsteht ein Gewölbe.

Durch die gegenläufige Verschraubung entsteht ein Gewölbe.

Nehmen Sie ein Handtuch und rollen Sie es von beiden Seiten gegenläufig ein, als würden Sie es trocken wringen. Sie werden sehen, wie eine stabile Gewölbekonstruktion entsteht.

 

Wenn die Verschraubung fester wird, so entsteht von oben betrachtet ein S-förmiger Bogen. Der große Zehen wird lang und dreht minimal nach innen, die Ferse ebenso. Diese perfekte dreidimensionale Konstruktion garantiert uns eine optimale Belastung. Sie gibt uns Standfestigkeit und ermöglicht eine gute Federung, die wir zum Gehen und Laufen dringend benötigen.

Aus Physiobox Untere Extremität, Mayr 2012. Erhältlich im Physiocircle.

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Unsere Beinachsen werden gerade, das Becken und der Rumpf richten sich auf und die Gehbewegung wird durch eine weiterlaufende Drehbewegung im Rumpf, die im Armpendl sichtbar wird vollendet. Dies ist der charakteristische Kreuzgang des Menschen.

 

 

Tipp: Testen Sie Ihr Fußgewölbe! Wie sieht Ihr Fußabdruck aus? Hat er eine platte Form, oder ist die charakteristische, menschliche Fuß form zu erkennen?            

Der Fußabdruck zeigt die Fußform.

Der Fußabdruck zeigt die Fußform.

Mit dem physiotherapeutischen Bewegungskonzept der Spiraldynamik können Fußprobleme gut diagnostiziert und therapiert werden. In den physiotherapeutischen Sitzungen lernen Sie Ihre Gewölbestruktur des Fußes wieder aufzubauen. Viele Probleme und Schmerzen verringern sich, wenn Sie mit viel Geduld ein tägliches Trainingsprogramm mit ihren Füßen durchführen.

Tipp: Starten Sie gleich heute mit der täglichen Fußmassage, um Ihren Füßen die Gewölbestrukturen wieder beizubringen!

Aus Physiobox Untere Extremität, Mayr 2012. Erhältlich im Physiocircle.

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Aus Physiobox Untere Extremität, Mayr 2012. erhältlich im Physiocircle

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Was ist die Spiraldynamik?

Wie die Füße haben auch viele andere Strukturen  im menschlichen Körper einen spiraligen Aufbau, wodurch sie besonders belastbar und gleichzeitig flexible werden. Wenn Bewegungen ökonomisch und gelenkschonend ausgeführt werden, dann kommt es zur spiraligen, gegenläufigen Verschraubung, die man wie oben erwähnt beim menschlichen Gang mit seinem typischen diagonalem Armpendl gut beobachten kann.

Im vorigen Jahrhundert führte ein dreiköpfiges französisches Forscherinnenteam verschiedenste Bewegungsexperimente und Beobachtungen durch und erkannten diese Dynamik.  Durch die Begegnung mit der Physiotherapeutin Yolande Deswartes, eine Pionierin der ersten Stunde machte der Schweizer Arzt Dr. Christian Larsen Bekanntschaft mit diesem Theoriegebilde der menschlichen Bewegung. Fasziniert von der inneren Logik des Körpers forschte er  weiter und schenkte dem Konzept den Namen Spiraldynamik. Die dynamische Spirale beginnt am Fuß  und setzt sich über die Ober- und Unterschenkel über den Rumpf bis zu den Kopfgelenken fort. Hat man dies Logik einmal verstanden, so erkennt man immer ob eine Bewegung nach diesen physiologischen Gesetzmäßigkeiten durchgeführt wird. Es entsteht ein klarer, ästhetischer, ökonomischer Bewegungsfluß, welcher eine wichtige Voraussetzung für gesundes Älterwerden ist.

Autorin: Mag. Elisabeth Mayr, Spiraldynamikerin, Advanced Level